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Holz + Lehm
Das Haus von Südwesten: Satteldach mit drei Dachfenstern, davor die überdachte Veranda mit Holzlamellen

Ein Haus aus Holz und Lehm, offen gerechnet.

Wir bauen ein Familienhaus mit 134 m² Wohnfläche in Niedersachsen. Hier zeigen wir, was es kostet, wie die Technik funktioniert und was KI aus ein paar Planungsunterlagen machen kann.

Bild: Vorschau aus dem 3D-Arbeitsmodell. Die Renderings folgen.

Als wir mit der Planung anfingen, haben wir nach ehrlichen Berichten anderer Bauherren gesucht: echte Zahlen, echte Fehler, nachvollziehbare Entscheidungen. Gefunden haben wir wenig.

Deshalb schreiben wir hier mit, solange wir bauen. Jede Zahl stammt aus unseren Unterlagen und trägt ein Datum. Wo wir etwas angenommen haben, steht das dabei.

Für Projektbeteiligte

Alle Unterlagen, Berechnungen und das 3D-Modell im internen Bereich

  • begehbares IFC-Modell im Browser, Übergabepaket mit IFC, DXF und Prüfbericht
  • Heizlast-Protokoll, Lüftung, Kühlung, Fenster und Elektro mit Rechenwegen
  • Aufgaben-Board für offene Fragen und Abstimmungen
Zum internen Bereich

Anmeldung erforderlich

Kapitel 1: Ein eingeschossiges Haus mit Galerien unter dem Dach

Stand 11.10.2026

Alles Wichtige liegt auf einer Ebene: Wohnküche, drei gleich große Zimmer, Bad, Arbeitsnische und Technikraum. Unter dem Satteldach liegen drei Galerien. Die Kinder schlafen dort oben und erreichen sie über Leitern aus ihren Zimmern. Nach Süden öffnet sich das Haus mit raumhohen Fenstern zu einer überdachten Veranda und zum Garten.

Gebaut wird in Holzrahmenbauweise mit Holzfaserdämmung, innen mit Lehmputz und Lehmbauplatten. Geheizt und gekühlt wird mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe über die Fußbodenheizung, gelüftet mit einer zentralen, CO₂-geregelten Anlage mit Wärmerückgewinnung.

134,4m²

Wohnfläche: 103,2 m² im Erdgeschoss, 31,2 m² auf den Galerien

Bauantrag, Grundrisse vom 07.09.2026

16,71 × 8,70m

Außenmaße, Satteldach mit 30° Neigung, First 6,19 m

Schnitte und Ansichten

5,6kW

Heizlast an den kältesten Tagen (−11 °C), raumweise gerechnet

Eigene Rechnung nach DIN EN 12831-1, Stand 11.10.2026

≥ 7kW

Wärmepumpe, Leistung bei −11 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf (A−11/W35)

inklusive Warmwasser, Stand 11.10.2026

30m³/h

frische Luft je Person, CO₂-geregelt wie im Büro, Gerät bis 210 m³/h

Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Stand 11.10.2026

81%

Wärmeverlust der Hülle im Vergleich zum gesetzlichen Referenzgebäude

unter 100 % ist erfüllt

Wohnküche mit Esstisch, Blick zur Küchenzeile
Die Wohnküche, 31,5 m², ist die Mitte des Hauses. (Vorschau aus dem 3D-Arbeitsmodell, Renderings folgen)
Das Haus ohne Dach von oben: drei Zimmer mit Galerien und Leitern, daneben die Wohnküche
Ohne Dach: drei Zimmer mit Galerien darüber. (Vorschau aus dem 3D-Arbeitsmodell, Renderings folgen)

Bisher

  1. Juli 2024

    Baugrund untersucht

    Geotechnischer Bericht: bindiger Boden, Grundwasser knapp unter der späteren Sohle.

  2. Oktober 2025

    Anforderungen aufgeschrieben

    Wie wir als Familie wohnen wollen: Küche als Mitte, Garten, Rückzug für die Kinder, Lehm.

  3. März 2026

    Vorentwurf mit Kostenschätzung

    Erste Planung und erste Zahlen. Danach wurde der Entwurf deutlich kleiner.

  4. 24. August 2026

    Entwurf und Kostenberechnung

    Satteldach mit 30°, 134 m² Wohnfläche, Kostenberechnung nach DIN 276.

  5. 22. September 2026

    Bauantrag eingereicht

    Digital, nach § 64 NBauO.

  6. Oktober 2026

    Bauweise und Haustechnik entschieden

    Holzrahmen mit Holzfaser statt Stroh. Heizlast, Lüftung, Kühlung und Fenster durchgerechnet.

  7. 2027

    Baubeginn geplant

    Hier geht die Geschichte weiter.

Beteiligte

Vermessung
Vermessungsbüro Mentz

Kapitel 2: Warum am Ende kein Stroh

Stand 11.10.2026

Unser Haus war lange als Strohballenhaus geplant. Die Bauantragspläne zeigen noch die 44 cm dicke Strohwand. Gebaut wird jetzt mit Holzfaser. Das ist kein Urteil über Strohbau, sondern das Ergebnis unserer Rechnung für dieses Haus.

Beim Wärmeschutz gewinnt Stroh nicht. Die geplante Strohwand erreicht einen U-Wert von rund 0,15 W/m²K. Eine gleich dicke Holzfaserwand käme auf 0,13. Wir rechnen inzwischen mit einer schlankeren, üblichen Holzrahmenwand von 36 cm und U 0,17. Auf das ganze Haus bezogen macht der Unterschied zur Strohwand rund 0,1 kW Heizlast aus, bei 5,6 kW insgesamt.

Der Rechenwert von Stroh ist unsicher. Wie gut Stroh dämmt, hängt davon ab, wie die Halme liegen. Mit dem Bemessungswert für quer liegende Halme (λ 0,052) war gerechnet. Liegen sie längs (λ 0,080), steigt die Heizlast des ganzen Hauses um etwa 7 %.

In den Kostenschätzungen war Stroh teurer. Die Kostenschätzung zum Vorentwurf vom März 2026 setzte für die Außenwand mit Stroh 535 €/m² an, mit Holzfaser 485 €/m², also rund 10 % mehr. Beim Dach lag Stroh bei 615 €/m² gegenüber 515 €/m² mit Holzfaser. Die Kostenberechnung vom August rechnete das Dach deshalb bereits mit Holzfaser, die Wand noch mit Stroh.

Geblieben ist, was uns am Strohhaus gereizt hat: Holz als Tragwerk, ein nachwachsender Dämmstoff und Lehm auf den Innenflächen.

U-Werte der Außenwandin W/m²K, kleiner heißt weniger Wärmeverlust
Strohwand 44 cm, wie geplant
0,15

36 cm Baustroh im Holzrahmen

Holzfaserwand 44 cm
0,13

gleiche Dicke, 28 cm Holzfaser

Holzfaserwand 36 cm, jetzt angesetzt
0,17

übliche Wand, 20 cm Holzfaser

Referenzwand des Gesetzes
0,28

Maßstab des Gebäudeenergiegesetzes

Quelle: eigene Rechnung aus dem Gebäudemodell nach DIN EN ISO 6946. Strohwand mit λ 0,052, Holzfaser mit λ 0,040.

Südseite mit Veranda, raumhohen Fenstern und Garten
Die Südseite mit Veranda und raumhohen Fenstern. (Vorschau aus dem 3D-Arbeitsmodell, Renderings folgen)

Kapitel 3: Rund 687.000 € für Haus, Technik und Planung

Stand 24.08.2026, Kostenberechnung nach DIN 276

Das ist die Kostenberechnung nach DIN 276 aus der Entwurfsplanung, brutto und mit einer Genauigkeit von ±15 %. Abgerechnet ist noch nichts. Sobald Angebote und Rechnungen da sind, stellen wir sie hier gegenüber.

Gesamtkosten 687.387 €, aufgeteilt in Baukonstruktion 440.987 €, Technische Anlagen 128.400 €, Planung und Gutachten 118.000 €.
Kostengruppen 300, 400 und 700, brutto687.387 €
  • 440.987 €

    KG 300 Baukonstruktion 64 %

    Gründung, Wände, Decken, Dach, Fenster, Putz und Böden

  • 128.400 €

    KG 400 Technische Anlagen 19 %

    Sanitär, Heizung, Lüftung, Elektro und Photovoltaik

  • 118.000 €

    KG 700 Planung und Gutachten 17 %

    Architektur, Tragwerk, Vermessung, Sicherheitskoordination, Blower-Door-Test

Baukonstruktion im Detail

310 Baugrube, Erd- und Kanalarbeiten
43.950 €
320 Gründung und Bodenplatte, Böden EG, Veranda
75.248 €
330 Außenwände, Fenster, Putz, Pergola
157.508 €
340 Innenwände und Türen
41.030 €
350 Decken, Galerien, Leitern
26.585 €
360 Dach mit Dachfenstern und Lehmbauplatten
89.167 €
390 Baustelleneinrichtung, Gerüst
7.500 €

Technische Anlagen im Detail

410 Abwasser, Wasser, Sanitär, Hebeanlagen
33.000 €
420 Wärmepumpe und Heizflächen
36.000 €
430 Lüftung und Klima
27.000 €
440 Elektro, Zähler, Baustrom, PV 12 kWp
32.400 €

4.240 €/ m²

Bauwerk mit Technik (KG 300 und 400) je m² Wohnfläche

eigene Rechnung, 134,4 m²

5.110 €/ m²

mit Planung und Gutachten (KG 700) je m² Wohnfläche

eigene Rechnung, 134,4 m²

±15%

Genauigkeit einer Kostenberechnung in diesem Planungsstand

laut Kostenberechnung

Nicht enthalten

  • Grundstück und Erschließung (KG 100 und 200)
  • Außenanlagen (KG 500). Zufahrt, Zisterne und Außenbeleuchtung stehen nur als Option mit rund 37.000 € darin.
  • Einrichtung (KG 600) und eingebaute Möbel, die noch ohne Preis sind
  • Finanzierung (KG 800)

Seitdem weitergeplant

Stand 11.10.2026, noch nicht in der Kostenberechnung

  • Außenwand mit Holzfaser statt Stroh. In der Kostenschätzung vom März lag Holzfaser rund 10 % unter Stroh.
  • Kühlung über die Wärmepumpe: Fußbodenkühlung plus vier Gebläsekonvektoren, samt Markisen 9.400 bis 14.900 €. Für eine Multisplit-Klimaanlage allein waren 15.000 € angesetzt.
  • Zentrale, CO₂-geregelte Lüftung mit Wärmerückgewinnung.
  • Photovoltaik: Die Solarpflicht verlangt rund 18 kWp, angesetzt sind 12 kWp. Ob eine kleinere Anlage zulässig ist, klären wir noch.

Kapitel 4: Technik, einfach erklärt

Stand 11.10.2026

Heizung

5,6 kW

An den kältesten Tagen (−11 °C) braucht das Haus rund 5,6 kW. Dazu kommt das Warmwasser. Daraus folgt eine kleine, stufenlos regelnde Luft-Wasser-Wärmepumpe mit mindestens 7 kW bei A−11/W35, also −11 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf. Die Zahl im Produktnamen gilt meist bei +7 °C und sagt darüber nichts. Ein größeres Gerät wäre teurer und würde in der Übergangszeit ständig an- und ausschalten.

Die Fußbodenheizung ist für höchstens 35 °C Vorlauf ausgelegt. Je niedriger diese Temperatur, desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe.

Lüftung

30 m³/h

je Person

Frische Luft wie im Büro: Jeder belegte Raum bekommt 30 m³ pro Stunde und Person. CO₂-Fühler regeln das Raum für Raum, leere Räume bekommen nur eine Grundlüftung. So bleibt das Schlafzimmer auch bei geschlossener Tür unter 900 ppm CO₂. Das zentrale Gerät fördert höchstens rund 210 m³/h und läuft dabei mit 60 % seiner Leistung, also leise.

Ein Enthalpie-Wärmetauscher holt Wärme und Feuchte aus der Abluft zurück. Ohne Wärmerückgewinnung läge die Heizlast bei rund 7,3 statt 5,6 kW. Die Kanäle liegen in einer Zwischenebene über dem Flur; im Gebäudemodell ist geprüft, dass sie mit keiner Wand und keiner Decke kollidieren.

Kühlung

24 °C

an den Arbeitsplätzen

Die Wärmepumpe kann auch kühlen. Die Fußbodenheizung nimmt im Sommer die Grundlast. Dazu kommen vier kleine Gebläsekonvektoren am Kaltwasser der Wärmepumpe: in der Wohnküche, auf der Galerie und in beiden Kinderzimmern. Sie halten dort 24 °C, auf Wunsch auch 22 °C, und entfeuchten die Luft. Das ist wichtig, weil die Fußbodenkühlung bei feuchter Luft wegen des Taupunkts sonst gedrosselt werden müsste.

Es gibt kein zweites Außengerät und keine Kältemittelleitungen durch die Holzwände. Samt Markisen an den Süd-Dachfenstern kostet das 9.400 bis 14.900 €, Strom und Wartung etwa 85 € im Jahr. Eine Multisplit-Anlage wäre teurer und bräuchte mehr Wartung.

Gebäudehülle

81 %

Das Haus verliert durch Wände, Dach, Boden und Fenster rund ein Fünftel weniger Wärme, als das Gesetz höchstens erlaubt. Mehr Dämmung lohnt sich nicht. Mehr bringen zwei andere Dinge: sauber geplante Anschlüsse an Sockel, Fenstern und Dach und eine dichte Hülle. Den Blower-Door-Test mit dem Zielwert n50 ≤ 1,0 pro Stunde schreiben wir in den Vertrag.

Fenster: zwei oder drei Scheiben?

55 € im Jahr

Dreifachglas spart bei uns rund 820 kWh Heizwärme im Jahr. Die Wärmepumpe macht daraus etwa 200 kWh Strom, also rund 55 € im Jahr. Der Mehrpreis liegt bei etwa 3.500 €. Das holt sich auch bei steigenden Strompreisen in 30 bis 40 Jahren nicht wieder herein. Gerechnet ist Stunde für Stunde mit 16 Jahren echtem Wetter, denn Dreifachglas lässt auch weniger Sonnenwärme herein.

Unsere Empfehlung: Zweifachglas, an den Nord-, Ost- und Westfenstern mit Schallschutzglas (Rw ≥ 36 dB) gegen den Lärm der Umgehungsstraße. Das kostet zusammen etwa 600 bis 1.200 € Aufpreis und bringt mehr Ruhe als eine dritte Scheibe, die nur rund 2 dB besser dämmt. Dreifachglas nehmen wir nur, wenn der Aufpreis für alle Fenster unter etwa 1.300 € liegt.

Solarpflicht

84 m²

In Niedersachsen muss beim Neubau mindestens die Hälfte der Dachfläche mit Photovoltaik belegt werden. Bei uns sind das rund 84 von 167 m², etwa 18 kWp. Es zählt der Zeitpunkt des Bauens, nicht der des Bauantrags.

Wirtschaftlich sinnvoll ist nach unserer Rechnung eine kleinere Anlage von 8 bis 12 kWp auf der Südseite. Was darüber hinaus erzeugt wird, bringt nach dem Entwurf des neuen EEG kaum noch Geld. Ob eine kleinere Anlage genehmigt wird, ist offen. Das ist unsere Recherche, keine Rechtsberatung.

Elektro: so einfach wie möglich

KISS

Keep it simple

Der Lichtschalter schaltet die Lampe direkt, wie in jedem anderen Haus, und alles funktioniert ohne App und ohne Internet. Kein Bussystem, keine zentrale Lichtsteuerung.

Beim Bau legen wir billige Vorkehrungen an: tiefe Schalterdosen mit Neutralleiter, Leerrohre zu Dach, Garten und Straße, Netzwerkkabel in alle Zimmer und drei WLAN-Zugangspunkte an der Decke. Automatisiert wird nur, was Geld spart: Wärmepumpe, Lüftung, Solaranlage und Ladestation stimmen sich auf den eigenen Solarstrom ab. Fällt der kleine Hausserver aus, läuft alles normal weiter.

Nordostansicht mit Eingang und Zufahrt
Nordostseite mit Eingang. Außen- und Fortluft der Lüftung gehen durch die Nordwand. (Vorschau aus dem 3D-Arbeitsmodell, Renderings folgen)
Blick aus dem Garten auf die Südseite mit Veranda
Aus dem Garten: Die großen Fenster liegen nach Süden. (Vorschau aus dem 3D-Arbeitsmodell, Renderings folgen)

Kapitel 5: Was KI aus ein paar Plänen macht

Stand 11.10.2026

Angefangen hat alles mit dem, was jeder Bauherr irgendwann in der Hand hat: Planungsunterlagen als PDF, ein paar Zeichnungsdateien (DWG), die Kostenberechnung, das Baugrundgutachten und der Höhenplan. Daraus haben wir mit Claude, dem KI-Modell von Anthropic, in Claude Code ein vollständiges digitales Abbild des Hauses gebaut.

Alle Unterlagen liegen in einem Git-Repository. Die KI hat gelesen, nachgerechnet, Skripte geschrieben und Berichte formuliert. Jede Zahl lässt sich auf ein Skript und eine Quelle zurückführen; ändert sich etwas am Modell, rechnen die Skripte neu. Entschieden haben wir.

  1. 1 Eingang

    PDFs und DWGs

    Grundrisse, Schnitte und Ansichten, Zeichnungsdateien, Kostenberechnung, Baugrund- und Höhendaten.

  2. 2 Modell

    IFC-Gebäudemodell

    Per Skript aus den Maßketten der Pläne, mit Summenprobe jeder Kette. Gegen die Zeichnungsdateien geprüft: Abweichung unter 1 cm.

  3. 3 Ergebnis

    Rechnungen, 3D, Übergabe

    Heizlast, Lüftung, Kühlung und Fenster aus dem Modell, ein 3D-Rundgang im Browser, Bilder und ein Übergabepaket für Fachplaner.

Ein offenes Gebäudemodell

Das Modell ist ein IFC4-Datensatz mit Wänden, Decken, Dach, Fenstern, Haustechnik, Möblierung und Umgebung, georeferenziert auf Landeskoordinaten und Normalhöhen. Die Prüfung nach den Regeln von buildingSMART meldet keine Fehler, alle 20 eigenen Anforderungen (IDS) sind erfüllt.

Heizlast aus dem Modell

Ein Skript rechnet die Heizlast Raum für Raum direkt aus dem IFC-Modell, mit Schichtaufbauten und Materialwerten. Daraus entsteht ein Protokoll mit Raumblättern. Jede Annahme ist markiert, und das Protokoll weiß, aus welchem Modellstand es stammt.

Lüftung und Kühlung im Modell

Luftmengen je Person, CO₂-Werte je Raum, Lüftungsgerät und Kanäle im Modell, dazu eine automatische Kollisionsprüfung gegen Wände, Decken und Dach. Die Kühllast ist Stunde für Stunde für heiße, wolkenlose Sommertage gerechnet, samt Luftfeuchte.

Fenster über 30 und 40 Jahre

Die Lebenszyklusrechnung für die Verglasung nutzt 16 Jahre stündliche Wetterdaten für unseren Standort und den Barwert nach VDI 2067, mit Gegenprobe nach dem Monatsverfahren und einer Tabelle, welche Annahme was verschiebt.

3D-Rundgang und Bilder

Das Modell läuft direkt im Browser: begehbar, mit Sonnenstand und nach Gewerken schaltbar. Die Bilder auf dieser Seite stammen aus demselben Modell; fotorealistische Renderings folgen.

Übergabe und Zusammenarbeit

Für Fachplaner gibt es ein Übergabepaket mit IFC, DXF-Plänen, Prüfbericht und Anleitung für ArchiCAD, Vectorworks und Revit. Offene Fragen laufen über ein kleines Aufgaben-Board, das auch Claude über einen eigenen Connector lesen und pflegen kann.

Wo die Grenzen liegen

  • Keine Normtexte. DIN-Normen sind kostenpflichtig und lagen nicht vor. Gerechnet wurde mit veröffentlichten Formeln und Kennwerten. Wo ein Normtext fehlte, steht das im Protokoll.
  • Keine Unterschrift, keine Haftung. Bauvorlagen, Statik und Nachweise bleiben bei den Fachleuten. Unsere Rechnungen sind Entscheidungshilfe für uns als Bauherren, kein Ersatz für die Fachplanung.
  • Auch die KI irrt. Sie verwechselt gelegentlich Bezugshöhen, Einheiten oder Normfälle. Wichtige Ergebnisse rechnen wir deshalb auf einem zweiten Weg nach, etwa die Fenster stündlich und nach dem Monatsverfahren.
  • Annahmen bleiben Annahmen. Wo Produkte noch nicht feststehen, rechnen wir mit Standardwerten. Die Ergebnisse sind so gut wie diese Eingaben.

Kapitel 6: Was wir anderen Bauherren mitgeben

  • Legt alle Unterlagen an einen Ort.

    Ein Verzeichnis mit Versionsgeschichte macht Pläne, Berechnungen und Mails durchsuchbar, für euch und für die KI.

  • Kauft die Wärmepumpe nach der Heizlast.

    Lasst euch die Leistung bei −11 °C und 35 °C Vorlauf aus dem Herstellerdiagramm nachweisen. Größer ist nicht besser.

  • Wählt Baustoffe nach Zahlen.

    Unser Lieblingsdämmstoff Stroh hat für dieses Haus weder besser gedämmt noch weniger gekostet. Rechnet eure Varianten mit denselben Annahmen durch.

  • Dreifachglas ist Komfort, keine Sparmaßnahme.

    Lasst euch beide Varianten anbieten und vergleicht den Aufpreis mit der Ersparnis über die Lebensdauer. Gegen Lärm hilft Schallschutzglas mehr.

  • Schreibt den Blower-Door-Test in den Vertrag.

    Mit Zielwert. Dichte Anschlüsse bringen mehr als zusätzliche Zentimeter Dämmung.

  • Führt die Kosten mit.

    Jede spätere Entscheidung, ob Wand, Kühlung oder Photovoltaik, verschiebt Posten. Wer die Kostenberechnung fortschreibt, wird nicht überrascht.

  • Haltet die Elektrik einfach.

    Eine normale Installation mit billigen Vorkehrungen für später kostet wenig und hält alle Wege offen.

  • Baut euch ein digitales Modell.

    Wer das Haus als Modell hat, kann Heizlast, Lüftung und Kollisionen selbst durchspielen und Fragen an die Fachleute genau stellen.

  • Nutzt KI als Werkzeug, nicht als Unterschrift.

    Sie liest schneller und rechnet geduldiger als wir. Verantwortlich bleiben die Fachleute und wir.

Kapitel 7: Pläne und 3D-Modell

Pläne und 3D-Modell liegen im internen Bereich für Projektbeteiligte (Anmeldung erforderlich).

Durch das Haus gehen

Ein begehbares 3D-Modell direkt im Browser, mit Sonnenstand für jeden Tag im Jahr.

3D-Modell öffnen

im internen Bereich, mit Anmeldung